O.S.Tee im Interview bei Rockland Digital 98,7
Zu Gast bei Stephan Michme sind EV Flash (Stefan kurz S), Ronaldo (R) und Emster (E). Zunächst stellt er die drei vor und dann geht's auch schon los.
Stephan Michme: Zu dritt seid ihr O.S.Tee? ...
S: Der Urspung sind wir.
Wie lange liegt der Ursprung zurück?
S: Ende [19]91 war's, also 14 Jahre.
O.S.Tee sind knallharte HipHoper ...
S: Richtig
[...]
Wie war das '91, da war es mit deutschsprachigem HipHop noch nicht so weit, es gab die Fantastischen Vier ...
E: Da war ich 11 und hatte mit HipHop garnichts am Hut und habe Heavy Metal gehört.
... Aber Du warst trotzdem von Anfang an mit dabei
E: Nein, das stimmt nicht. Ich bin erst '98 zu der Gruppe gestoßen und bin seitdem dabei.
(an EV Flash) '91 -- da war noch nicht soviel mit HipHop, oder? Da gab es die Fantastischen Vier ...
S: Stimmt. Die Fantastischen Vier haben wir auch alle gehört und waren sicherlich auch beeinflußt davon. Sonst: amerikanische Musik. [...] Run DMC und so was, Public Enemy.
[...] Und Run DMC sind wer?
S: ... die die Superstars bekannt gemacht haben ... Adidas-Schuhe.
Wie wichtig ist neues Schuhwerk für HipHoper?
E: Das war früher ziemlich wichtig, da man sich auf der Straße nur über Streatwear erkannt hat, als HipHoper
Es geht ein bisschen durcheinander los und leider hat Stephan Michme den höchsten Redeanteil ...
... Euch kann man live sehen. ... Wann?
EV: am 26. 6. 2005 ... im Mikrokosmos ... Wir wollen eine live Aufnahme machen, ganz entspannt.
(an Ronaldo) Bist Du mit EV Flash zusammen ein Gründungsmitglied?
R: Wir beide sehen uns seit 1991, gehen seit 1991 zusammen ständig zur Probe.
... Kannst Du Dich erinnern an den Moment, als ihr euch gegründet habt?
R: Ich glaube bei uns war auch der Alkohol ein wesentlicher Ausschlag.
Ich dachte HipHoper sind alles Kiffer?
R: Das kam bei uns erst später :-)
S: Na, 91 gab's noch kein Kiffen, das war ja kurz nach der Wende.
E: War noch nicht en vogue.
S: Da war noch Bier, da habe ich sogar noch etwas getrunken. -- Es war eigentlich Silvester, als wir das beschlossen haben. Da haben wir uns gesagt, wir versuchen das mal als Band. Vorher haben wir in unserem Klubkeller im 16er in Nord Texte übersetzt, 2 Live Crew und so. Das Witzige war: Fanta Vier hatten genau das gleiche Lied übersetzt wie wir. One & One hieß das glaube ich von der 2 Live Crew [2 Live Crews "One and One" vom Album "Move Somethin'" aus dem Jahr 1987]. Die haben das auch so mit Eins und Eins und so .... Das kam dann auf irgendeiner Christmas Platte raus. So haben wir angefangen und es ist zu einer Band geworden. Ganz früher hießen wir noch nicht O.S.Tee sondern Five East Side Crew
Ach das seid ihr!
R: Das ist quasi der Vorläufer. Wir haben mit fünf Mann angefangen, deswegen auch The Five Eastside Crew und irgendwann ist es dann interessenbedingt auseinander gegangen. Dann sind wir nur noch zu dritt gewesen mit unserem damaligen DJ noch. -- Der ist jetzt auch Geschichte. -- Wir machen das momentan ohne DJ, aber seit '98 mit Emster.
Anfang der 90er Jahre HipHop zu machen und auch noch deutschsprachigen -- da ist man doch verdammt gewesen. Hat man da Frauen abgekriegt [...] Wie habt ihr CDs aufnehmen können, habt ihr das überhaupt gemacht?
S: Anfangs haben wir nicht so aufgenommen. Ich weiß noch, dass ich Musik gemacht habe mit einem Amiga ...
Geil!
S: Das war aber damals das one and only Und das witzige war: wir haben damals unten im Kellertheater gespielt und da hat auch noch damals Fettes Brot gespielt und Tobi und Bo, das war aber noch eine Band, wie die hießen, weiß ich jetzt nicht mehr. Und im Backstage hat Tobi von Tobi und das Bo gesagt: "Du kannst mit einem Amiga samplen. Da gibt es einen Sampler für" Ich war ganz begeistert und habe mir dann einen Amiga zugelegt.
[...]
Das ist doch die Zeit gewesen, in der die Tape-Kultur noch sehr groß war, man hat Tapes weitergegeben.
R: Das war bei uns genauso. Wir haben uns etwa 93/94 gedacht, wir wollen auch ein Tape machen. An den großen Schritt Richtung Vinyl haben wir noch nicht gedacht. Wir sind dann im Jugendzentrum Knast ...
da gab es ein Studio, Zacke hat das damals betrieben
R: Genau. Bei dem waren wir und haben fünf oder sechs Tracks aufgenommen.
Der ist doch ein Punk-Rocker gewesen
S: Ja, so hat sich das danach auch angehört. Ich meine, dieser Amiga hat auch nur in 8 bit gesamplet ... Telefon mit ein bisschen mehr Bass. Da habe wir ein Wochenende verbracht, es war sehr anstrengend und stressig. Ich weiß garnicht, ob das was gekostet hat.
Ich glaube schon ... War er nett?
S: Ich galueb er war nett
[...]
R: Er war sehr interessiet, weil es auch für ihn einen neue Erfahrung war, etwas mit Rapmusik anzustellen, von oben herab war er nicht.
[...]
Beastie Boys -- Sabotage. Einer der größten Songs aller Zeiten. Sind die Beastie Boys eigentlich die geilsten HipHoper aller Zeiten.
R: Nach meinem Geschmack nicht.
Warum nicht?
R: Weil es für mich wesentlich schönere, bessere HipHop-Musik gibt. Sicherlich war es einzigartig. Es ist immer leicht Punk angehaucht gewesen, hat viel Rockambitionen gehabt und ist deswegen nicht favourite für mich.
Bei HipHop haben viele eine seht puristische Einstellung, und da sind die Beastei Boys zu mainstream, oder? Oder nicht Oldschool genug?
S: Das sind sie eigentlich. Sie haben mal eine Film mit Run DMC, LL Cool J gemacht, und waren die kleine weißen Jungs auf der Bühne und sehr anerkannt. Das war eigentlich sehr interessant. Aber sie haben nicht den Ur-HipHop-Stil.
E: Sie sind schon ein Teil der Gründerväter was HipHop angeht, aber hatten schon immer ihren sehr eigenen Style , sehr weg vom HipHop-Style, außer das sie gerappt haben und von daher ist es nicht wirklicher HipHop.
Spielt es eine Rolle, dass sie so erfolgreich sind?
E: Nein, garnicht, Eigentlich garnicht. Es ist ja auch garnicht so schlecht was sie machen, aber man kann es nicht wirklich als HipHop bezeichnen. Man kann es nirgendwo einordnen. Es ist einfach Beastie Boys was die machen.
S: Ich glaube, das ist Punk.
Würde ich auch sagen.
S: Die Urband der Beastie Boys war auch Punk, eine Punkband. Die haben immer alle möglichen Elemente verbunden. Die haben mal ein Lied, mit einem DJ zusammen gemacht, bei dem der Beat nur gescratched und gecuttet wurde. Das ist eine richtig coole HipHop-Nummer.
Ronaldo nickt und sagt "das ist geil" ...
R: Magic Mike?
E: Ja, Magic Mike hieß der DJ.
[...]
O.S.Tee aus Magdeburg: Urväter des HipHop in Magdeburg, oder gibt es jemanden in MD, der länger HipHop macht als ihr?
<Zögern> R: Stefan wollte sicher das selbe sagen wie ich. Es gab vor uns auf jeden fall Jungs, die HopHop gemacht haben -- Breakdance, MCing. Mad Eneemy Dee hieß die damalige Rapcrew Nr. 1 hier in MD. Und es gab sehr viele Breakdancer. Magdeburg war eine Breakdance-Hochburg.
Ist es das nicht nimmernoch? Sind die zu alt jetzt?
R: Ja, Ich respektiere das voll und ganz, was die machen. Die machen ihr Ding, aber sind in die Jahgre gekommen.
Per Anhalt hießen die mal. Jetzte
S: Jetzt heißen sie wieder Per Anhalt, oder?
E: Per Anhalt heißen sie wieder und daraus hat sich noch Da Rookies herausgegliedert.
Irgendwer von denen wurde doch bei einer Weltmeisterschaft Weltmeister ...
E: Das waren Da Rookies, aber darüber wollen wir nicht reden.
Warum?
E: Lassen wir lieber.
Warum?
S: Das war keine klassische Breakdance-Weltmeisterschaft, sondern so eine Tanzschulen-WM.
So wie bei verschiedenen Boxverbänden auch jeder Weltmeister werden kann ...
S: Es gibt mehrere Vereine, wo man dann irgendwelche Titel erringen kann.
Und das war nicht cool sehe ich an euren Gesichtern
E: So wie es halt Miss Germany-Wahlen gibt, da gibt es auch 1000 unterschiedliche ...
Bist Du schon mal bei soetwas gewesen, Emster?
E: Ich hab's leider verpaßt, habs noch nicht hingeschafft.
Würdest Du dich in eine Jury [einer Miss-Wahl] setzten?
E: Nein, ich glaube ich bin zu kritisch dafür [...], Ich würde am Ende auf eine aus dem Publikum deuten und die wählen ...
Zurück zu HipHop, wir sind im Jahre 94/95 bei Zacke im Studio und bei Mad Enemy D. Gab es da sowas wie Rivalität zwischen euch? Erinnere ich mich da richtig? (wird unterbochen)
E: Gab's da beef?
Hieß es 94 schon beef?
S: Nein.
E: Putenschnitzel :-)
(versucht beef zu erklären ... ) Zum Beispiel Bushido und Sido. Insgeheim glaub' ich ja persönlich, dass die sich den beef am Telefon ausmachen und sich dann im backstage, wenn die Kamaras dabei sind, auf die Fresse hauen, damit sich die Platten verkaufen. Was haltet ihr davon?
S: Das könnte so sein.
E: Ich glaube, die mögen sich in Wirklichkeit.
....
Sollte ich eigentlich nach Sido fragen?
S: Ach.
Warum nicht? Ist ein deutschsprachiger HipHoper, sorgt sehr groß für Aufsehen.
R: Er macht das schon sehr clever und hat auch ein Management um sich herum, das jahrelang im HipHop aktiv war und das genau weiß, wie sie was anzustellen haben, um Dinge so zu verkaufen, wie sie es jetzt gerade machen.
Zurück ins Jahr 94/95. Warum habt ihr kein Management gefungen, keine Plattenfirma, oder keine Leute, die aus euch deutschlandweit und international bekannte Stars gemacht haben?
S: Wir hatten Management! Das waren zwei Kumpels von uns. Denen haben wir es zu verdanken, auf dem ersten ostdeutschen HipHop-Sampler [Pioniermanöver] draufzusein. Die hatten das organisiert, '94. Da waren wir in Braunschweig im Studio, wo damals auch die Fantastischen Vier aufgenommen haben und ...
Die Jazzkantine ...
S: Genau, Wir habe ein Jahr bevor die Jazzkantine rauskam, dort schon etwas davon gehört. Das war sehr interessant ...
Da war doch dieser unsägliche Cappuccino auch Teil von?
S: Genau, das waren so die Leute. Phase 5 und was es da nicht so gab. Die waren alle in dem Studio und dann durften wir da mal aufnehmen. Es war ein Sonntag und sehr lang. Wir sind dann am nächsten Tag ohne Schlaf in die Berufsschule.
Habt ihr irgendwann richtig Geld verdient mit der Musik?
R: Ja.
S: Ja?
Oh, Emster guckt von ferne her zu, weil er noch nicht dabei war, Ronaldo sagt Ja und Stefan guckt ihn fragend an.
R: Ich kann nur sagen, Geld beruhigt und nach den 20.000 Tapes, die wir von 1994 bis 1999 unter die Leute gebracht haben ist es sehr beruhigend.
Mal ehrlich, habt ihr wirklich 20.000 Tapes verkauft?
E: Sagen wir 20.
R. Es waren ca. 50 oder 75 oder 150.
Tausend Tapes?!
S: <schmunzelnd> Ja.
Oder 175 Tapes?
R: Ja.
Achso.
S: Also wir haben ja mehrere Sachen gemacht. Wir haben mit diesem Sampler angefangen, dann 1997 war es ein anderer Sampler aus Bremen [Innenseite], auf dem wir noch ein Lied veröffentlichen durften. Und zwischendurch haben wir halt an ein paar Leute etwas verkauft. Aber das Problem, was ich sehe, ist, dass der Osten im HipHop immer ein bisschen zurückgehalten wurde. Der Westen hat dominiert und deswegen konnten Ost-HipHoper nicht so nach vorne kommen. Das ist meine These und es gibt nicht so viele Ostdeutsche HipHoper ....
Ich kenne die Electric Beat Crew
S: Ja, das war ja nun noch richtig Osten! Die erfolgreich geworden sind eigentlich ... Clueso ist einer aus dem Osten und erfolgreich ...
In Erfurt beheimatet, in Köln ...
S: Genau, ist aber dadurch, dass er nach Köln gegangen ist erst groß, bekannt geworden. Sonst gibt es in Chemnitz noch Phlatline, Tefla und Jaleel, die haben es auch noch ein bisschen geschafft. Sonst fällt mir gerade nicht viel ein.
Wie oft habt ihr live gespielt?
E: Mittlerweile?
Damals
S: Damals sehr oft, weil es noch viele Jams gab, nicht wie jetzt. Einfach Partys, zu denen man hinkommen konnte, oder man wurde angerufen und konnte auftreten.
Und bei den Jams wurde ja auch alles gleichzeitig gemacht: Sprühen, Tanzen und Musik.
S: Genau.
Mittlerweile seid ihr mit Band unterwegs. Damit Emster nicht die ganze Zeit draußen ist, will ich gleich ins Jahr 1998 gleiten. Seid ihr seitdem schon mit Band unterwegs?
E: Nein, wir hatten 2003 unsere letzte EP [Heimweh] rausgebracht und um das ganze musikalisch zu untermalen, hatten wir uns gedacht, dass ganze mit Band zu machen. Weil es mehr hergibt und für den einen oder anderen auch interessanter ist, der nicht ganz so HipHop-eingestellt ist und nicht so damit klarkommt, dass da oben nur einer mit zwei runden Tellern rumarbeitet. Da sind wir auf unsere Bandmitglieder gestoßen und haben mit denen geprobt und zur Release-Party zum ersten Mal live gespielt. Das war 2003.
Die zweite Stunde bricht an und OSTee können sich die Musik aussuchen.
Es geht los mit den Ärzten und "Ekelpack". Was'n hier los?
S: Ich war früher sehr großer Ärzte-Fan. Das war noch zu DDR-Zeiten ... Ekelpack ist eine Urlaubserinnerung von Ronaldo und mir.
[die Ärzte und dann Blackmoon -- "Two Turntables And A Mic"]
Gibt es zu Blackmoon noch etwas zu sagen?
E: Ja, die bringen es ziemlich auf den Punkt. "Two Turntables and A Mic" Die Arbeitsgrundlage eines jeden MCs und DJs.
[Cody Chesnut -- Smoke and Love, Nosliw -- Musik]
Nosliw -- Musik ist die aktuelle Single ...
S: Er macht weniger HipHop, eher deutschen Reggae, mit diesem Lied bringt er es eigentlich so richtig auf den Punkt. Auch dass Musik etwas besonderes ist. [...]
Ihr nehmt am 26. Juni ein live-Tape auf. Ihr wollt eine live-Aufnahme machen mit möglichst viel Publikum.
S: Na ja, ob da viel Publikum ... es wäre natürlich schön. Durch die Kostellation mit der Band, denken wir, dass es am schönsten ist und am besten klingt, wenn es auch mit einer Live-Aufnahme auf einer CD verewigt ist.
Kommt das dann als Tape, Vinyl oder schnöde CD raus?
S: Ich denke als CD, ja, das mit dem Vinyl ist ... hm.
Wie finaziert ihr das? Ist doch teuer sowas?
S: Na die Aufnahme ist erstmal nicht teuer; vom Equipment haben wir das glaube ich alles. Aber die CD -- das muss man dann sehen.
Könnt ihr von der Musik leben, oder arbeitet ihr noch nebenher? (Stefan arbeitet bei Rockland)
E: Ich bin Student und studiere Gesundheitswissenschaften. Ansonsten können wir von der Musik nicht gerade leben, weil das ganze business um HipHop herum auch ziemlich schwierig ist und weil die Jams stark nachgelassen haben. Es gibt heutzutage nur noch HipHop-Konzerte, und da werden nur Namen geholt, die auch wirklich bekannt sind, aus dem Mainstream-Bereich.
Träumst Du davon, von Musik leben von können, Ronaldo?
R: Ja, sicher. Was heißt Träumen? Ich habe das ganze Ding insofern aufgegeben, dass ich sagen kann: Da kommt nichts mehr, ich mache das Ding, weil es mir Spaß macht.
Es gibt doch aber viele Leute, die mit solcher Einstellung plötzlich einen Überraschungserfolg gefeiert haben.
R: Sicherlich, dann ist es auch überraschend. Ich denke nicht, dass wir drei oder acht, je nach dem, jetzt noch solche Erwartungen haben, den Hit zu landen ...
Auch nicht nach solchen Erfolgen die SEED zum Beispiel feiern oder all die anderen Bands.
R: Ich denke mal, die haben Glück gehabt.
E: Dafür mussten die auch lange touren. Es ist nicht von heute auf morgen passiert und es ist natürlich auch eine andere Musik, sie verbinden Reggae mit HipHop und noch anderen Einflüssen und dadurch können sie mehr Leute dafür begeistern. Gerade weil zurzeit Festivals boomen, ist sowas auch stark gefragt. Musik, die Leute aus den unterschiedlichsten Kategorien zusammenbringt. Das kann man auf uns nicht übertragen. Wir machen immer noch in erster Linie HipHop, versuchen das mit anderen Einflüssen noch zu verbinden, aber deswegen ist es für den einen oder anderen immernoch zu rough oder hart.
Ronaldo, wovon lebst Du?
R: Harte Arbeit ... (arbeitet in der Qualitätskontrolle bei einem Automobilzulieferer) ... Gehört das hier wirklich her?
... ja, ist doch spannend.
[C-Rayz Walz (Ronaldo: Gute Musik) leider recht früh zugunsten von Werbung ausgeblendet, dann noch Freundeskreis -- Halt Dich an Deiner Liebe fest]
Werden die Beats bei euch wie früher am Computer gemacht und dann sagt ihr der Band was sie spielen soll oder hat die Band kompositorische Anteile?
S: Ich bin derjenige, der die Musik bisher quasi produziert hat und dann den Musikern vorgelegt hat. Die haben natürlich ein paar Sachen geändert, ein bisschen musikalischer gemacht und haben aber auch schon eigene Sachen entwickelt.
Was haltet ihr eigentlich von den ganzen anderen deutschen HipHop Bands
Deichkind?
E: Sehr gut, sehr gute Künstler. Ich würde es nicht gerade als straight HipHop bezeichnen, aber sie fahren eine sehr gute Schiene, find' ich schon sehr interessant [...]
Fettes Brot?
R: Ich mag die Band nicht. Persönlich habe ich sie nie kennen gelernt, aber ... hm .. Geschmackssache.
Die Fantastischen Vier?
S: Mag ich auch nicht. Früher war es beeinflussend weil sie die ersten waren für uns, die wir mit deutschem HipHop in Verbindung brachten, aber ich war auch auf einem Konzert und es hat mich überhaupt nicht überzeugt.
Torch?
E: Sehr gut. Er ist einer der am längsten agierenden Rapkünstler in Deutschland und hat mit einigen Titeln schon Geschichte geschrieben, Blauer Samt ist ein super-gutes Lied von ihm, ich glaube das kann ihm so schnell keiner nachmachen.
S: Zu Torch ist noch zu sagen, dass seine Band Advanced Chemistry die zweite Band mit deutschen Texten war, die wir wahrgenommen haben und die uns noch mehr gefallen hat. Und bei der wir festgestellt haben: Die ist anders! Grüner Pass hieß das Lied damals und das war sehr kritisch halt.
[...]
[ Common -- Go!, MIA -- Alles neu]
[...]
[Mos Def -- Black Jack]
Die Sendung wurde am 20. Juni 2004 über Rockland Digital (98,7 Mhz UKW im Raum Magdeburg; www.rockland-digital.de) gesendet und am 24. Juni an gleicher Stelle wiederholt.











